Unterrichtsanregungen zum Magazin
Strategien für den Frieden: Entwicklungspolitik
Entwicklung wird häufig als eine andere Bezeichnung für Frieden verwendet. Eingangs werden auf der Doppelseite Merkmale von Armut aufgezeigt, anschließend Entwicklungsziele der Bundesrepublik Deutschland und Initiativen junger Menschen dargestellt.
A) Vorschläge für den Unterricht
Schaubild „Leben in Armut“
Welche Region stufen Sie als die am meisten von Problemen belastete ein? (Schaubild
„Leben in Armut“) Suchen Sie Länder in den genannten Regionen heraus, die in besonderer Weise von Armut betroffen sind.
Vergleich „Milleniumsgipfel“
Aus der Milleniumserklärung der Vereinten Nationen von 2000 wurden acht Entwicklungsziele abgeleitet, bei denen bis 2015 quantifizierbare Ergebnisse erreicht werden sollten:
- Der Anteil der Weltbevölkerung, der unter extremer Armut und Hunger leidet, soll in diesem Zeitraum halbiert werden.
- Allen Kindern soll zumindest eine Grundschulausbildung ermöglicht werden.
- Die Rechte der Frauen sollen gestärkt und eine Gleichstellung der Geschlechter gefördert werden.
- Die Sterblichkeitsrate bei Kindern unter fünf Jahren soll um zwei Drittel gesenkt werden.
- Die Müttersterblichkeit soll um ein Viertel gesenkt werden.
- Die Ausbreitung von AIDS, Malaria und anderen schweren Krankheiten soll zum Stillstand gebracht und allmählich eine Trendumkehr erreicht werden.
- Der Umweltschutz, die nachhaltige Nutzung und der Zugang zu natürlichen Ressourcen sollen signifikant verbessert werden.
- Es soll eine weltweite Entwicklungspartnerschaft aufgebaut werden.
Vergleichen Sie diese Ziele mit dem
„Aktionsprogramm 2015“. Recherchieren Sie, in welchen Bereichen man Fortschritte erzielt hat und wo man noch weit hinter den gesteckten Zielen zurückbleibt. Wo sehen Sie die Ursachen für nicht hinreichende Fortschritte?
Schülerrecherche/Schülerpräsentation
- Wie beurteilen Sie die Aktionen „Aktion Tagwerk“ und „Sozialer Tag“? Welche Vorteile haben „konzertierte“ Aktionen? Suchen Sie in Partnerarbeit weitere Aktionen aus Ihrer Region, die Sie der Klasse vorstellen. Untersuchen und beurteilen Sie, wie sich Jugendliche dabei engagieren können.
B) Vertiefung
Schülerreferate
Für Referate und deren Erörterung im Klassenverband eignet sich das Buch von Petra Gerster und Michael Gleich: „Die Friedensmacher“, München 2005. Sie berichten in elf Reportagen von „Heldinnen und Helden der neuen globalen Zivilgesellschaft“. Die Schülerinnen und Schüler können in Kurzreferaten die verschiedenen Aktivitäten und Strategien schildern und deren Ziele analysieren.
Diskussion/Recherche
Interessant ist die Frage nach Formen des Zusammenwirkens unterschiedlicher Organisationen und der Verknüpfung nichtstaatlicher und staatlicher Aktivitäten im Bereich der Entwicklungspolitik.
- „Rühren zu viele Köche“ in der Entwicklungspolitik mit oder ist es gerade ein Vorteil, dass die Initiativen so vielfältig sind? Überlegen Sie, worin die unterschiedlichen Möglichkeiten, Vorteile und Chancen – und auch mögliche Risiken – von einzelnen Initiativen, von großen Verbänden, von Staaten und von internationaler Hilfe bestehen.
Fragen/Arbeitsaufträge
- Welche Formen der Hilfeleistung sind nur in der Gruppe, in einer Organisation, möglich, welche setzen besondere berufliche Fähigkeiten voraus? Kann der Staat diese Aufgaben übernehmen? Worin liegt die Bedeutung von Vereinen, Verbänden, Aktionen von NGOs? Wo sind staatliche und internationale Hilfe unverzichtbar?
- Welche Unterstützung kann jeder von zuhause aus, im eigenen Umfeld, leisten?