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Comenius EduMed Siegel 2011
Start>>Lehrer-Info>>Thema im Unterricht: Krisen und KonflikteKlimawandel

Unterrichtsanregungen zum Magazin

Krisen und Konflikte: Klimawandel

Klima macht vor Ländergrenzen nicht Halt; es gibt nur ein Weltklima. Vor allem die zurzeit registrierte Erderwärmung mit ihren Auswirkungen wird nicht nur als drohende ökologische Katastrophe, sondern auch als weltweite Gefährdung und Herausforderung für die Sicherheitspolitik sowie als mögliche Ursache für regionale Konflikte und Kriege eingestuft. Daneben existieren weitere Umweltgefahren. Daraus ergeben sich existenzielle Herausforderungen für jeden Einzelnen, für Bürgerinitiativen und NGOs, für Staaten und für die internationale Staatengemeinschaft.

A) Vorschläge für den Unterricht

Mindmap

Stellen Sie zum Thema „Klimawandel heute“ mithilfe der Texte im Schülermagazin erkennbare Wirkungszusammenhänge her und begründen Sie diese (Versteppung, Dürre, Hitzewellen/ Ansteigen des Meeresspiegels, Hungersnot/Wasserversorgung, Flüchtlingsströme, Migration/Völkerwanderung/Krieg).
  • Untersuchen Sie einzelne Ursachen und Folgen des Klimawandels in Gruppen, um sie vertieft zu bearbeiten. Stellen Sie die Ergebnisse in der Klasse vor und entwickeln Sie daraus eine Mindmap.
  • Prüfen Sie Vorschläge, wie die Erderwärmung verringert werden kann und ordnen Sie diese nach Möglichkeiten für a) jeden Einzelnen, b) für Gruppen, Parteien, Bürgerinitiativen, NGOs, c) Staaten, d) für die internationale Staatengemeinschaft (zum Beispiel EU, UN, G8).

Textarbeit „Klima-Migration“

Lesen Sie den Text und recherchieren Sie zum Sachverhalt im Internet und in aktuellen Medienberichten.
  • Klassengespräch: Inwieweit ist die Bezeichnung „Klima-Migranten“ berechtigt?
  • Für welche Länder der EU ist Migration eine besondere Herausforderung?

Umfrage „Umweltbewusstsein im Wandel“

Folgt man neueren Shell-Jugendstudien, so ist der Stellenwert des Umweltbewusstseins gegenüber den 1980er- und 1990er-Jahren eher gesunken.
  • Machen Sie eine Befragung in der eigenen Klasse oder unter Mitschülern, welchen Stellenwert sie in der Außenpolitik folgenden Themen einräumen (Rangfolge):
    Katastrophenschutz, Kampf gegen den Klimawandel, Bekämpfung des Terrorismus, Entwicklungspolitik, Sicherung des Rohstoff- und Energiebedarfs. Erörtern Sie die Ergebnisse in der Klasse.
  • Sprechen Sie darüber, welche Rolle dem Umweltbewusstsein der Bürger für das persönliche und das staatliche Handeln zukommt.

B) Vertiefung

Schülerreferat

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten und halten ein Referat über die Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung (United Nations Conference of Environment and Development = UNCED) in Rio de Janeiro im Jahr 1992 und die Agenda 21 als zentrales Strategiedokument der Nachhaltigkeitspolitik.

Diskussion

Der Club of Rome hat in seinen Szenarien aus den 1970er-Jahren die Faktoren Bevölkerungswachstum, Rohstoffressourcen, Industrieproduktion, Umweltverschmutzung und Ernährung in Zusammenhang gebracht sowie einen weltweiten Weg in die Katastrophe auf Basis von Schätzungen für 2070 prognostiziert – vorausgesetzt, es kommt nicht zu einschneidenden Veränderungen. Diskutieren Sie, inwieweit die Warnung noch aktuell ist? Hat der Mensch daraus gelernt?

Transfer Literatur/Film

Tragen Sie einige Beispiele aus Literatur und Film oder Videospielen über Szenarien zur Klimaveränderung und Umweltzerstörung zusammen. Inwieweit dienen sie der Unterhaltung und inwieweit rütteln sie auf und stärken das Umweltbewusstsein? Versuchen Sie, selbst ein Szenario zu entwickeln und zu formulieren und tragen Sie das Ergebnis in der Klasse vor.