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Comenius EduMed Siegel 2011
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Unterrichtsanregungen zum Magazin

Bundeswehr heute: Zivildienst

Die Kriegsdienstverweigerung ist im Grundgesetz verankert. Wer sie aus Gewissensgründen wahrnimmt, leistet Zivildienst und damit einen wichtigen Beitrag für den Staat und die Gesellschaft.

A) Vorschläge für den Unterricht

Unterrichtsgespräch

Als Einstieg bietet sich an, die Schüler zu befragen, ob sie beabsichtigen, ihren Grundwehrdienst oder Zivildienst zu leisten. Hierzu notiert jeder Schüler drei Gründe für seine Entscheidung. Die Begründungen werden dann verglichen und ausgewertet. Im Anschluss ist ein Unterrichtsgespräch zum Text „Zivildienst – eine bereichernde Erfahrung“ denkbar:
  • Diskutieren Sie nach der Lektüre des Textes „Zivildienst – eine bereichernde Erfahrung“, worin in diesem Beispiel die Erfahrung besteht, die man „gemacht haben muss“.
  • Welche Rolle kann dieser Erfahrung für das künftige Leben und den Beruf zukommen?
  • Tragen Sie aus Ihrem Bekanntenkreis weitere Beispiele für positive – oder auch weniger positive – Erfahrungen aus dem Zivildienst zusammen.

Zitate

„Bundeswehr sehe ich jetzt anders, keine Rambos.“
„Zivis sind auch eine starke Truppe.“
„Ich bin jetzt mehr Zivi als vorher.“
„Die Bundeswehr hat auch ihre Berechtigung, ich will mir noch meine Gedanken machen.“
Die Zitate stammen aus den 1990er-Jahren und wurden während eines Begegnungsseminars geäußert. Wie sieht das Meinungsbild in Ihrer Klasse aus?
  • Erkundigen Sie sich, in welcher Form und mit welchen Themenschwerpunkten und Zielen solche Begegnungsseminare zurzeit angeboten werden. Informationen erhalten Sie zum Beispiel unter www.zivildienst.de.
„Es geht mir darum, deutlich zu machen, dass Kriegsdienstverweigerer weder Rechtsbrecher noch Drückeberger sind, sondern junge Männer, die ein Grundrecht in Anspruch nehmen. Die Zivildienst Leistenden haben der Allgemeinheit einen anderen, aber keineswegs geringeren Dienst erwiesen als die Soldaten. Damit haben sie den gleichen Dank der Allgemeinheit verdient wie ihre Kameraden bei der Bundeswehr.“ (Rita Süssmuth, ehemalige Ministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit zum 25. Zivildienstjubiläum; Quelle: Wolfgang Hesse u. a.: „Gemeinsam sind wir eine starke Truppe“, In: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (Hrsg.): Praktische politische Bildung, Wochenschau Verlag 1997, S. 271f.)
  • Recherchieren Sie, wie alt das Zitat ist und überlegen Sie, vor welchem gesellschaftlichen Hintergrund diese Aussage gemacht worden sein kann.

B) Vertiefung

Vergleich

Anhand zu erarbeitender und vorgegebener Kriterien untersuchen die Schülerinnen und Schüler in Gruppenarbeit Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Zivildienst, sozialem Jahr und dem „Anderen Dienst im Ausland“.

Mögliche Kriterien:
  1. Aufgabenfeld und gewünschte Erfahrungen
  2. Wie viel Einfluss hat man auf die Wahl der Stelle?
  3. Welche Voraussetzungen sind erforderlich?
  4. Wie ist die Entlohnung?
  5. Was bringt einem dieser Dienst ganz persönlich an Erfahrungen und Lebenszielen?
  6. Welchen möglichen Gewinn hat man für die künftige Berufsausübung?
    • Erstellen Sie ein Schema mit den drei Formen von Diensten in der Waagerechten und den Kriterien in der Senkrechten. Füllen Sie dann die Felder aus.