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Comenius EduMed Siegel 2011
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Didaktik und Methodik

Lernziele für eine Unterrichtsreihe

Bernhard Sutor ist zuzustimmen, dass in erster Linie „Friedenserziehung durch Urteilsbildung“ erfolgt. „So muss sich politische Bildung heute verstehen als Versuch, das Ringen um eine neue Ordnung der Staatenwelt realistisch, reflexiv und kritisch zu begleiten.“ (Bernhard Sutor, Friedenserziehung und politische Bildung. Überlegungen anlässlich neuer Friedlosigkeit. In: kursiv – Journal für politische Bildung 4/2003, S. 32ff.)

Im Folgenden sind beispielhaft einige Groblernziele angeführt, die sich an Schwerpunkten des Schülermagazins orientieren, diese jedoch auch über die Inhalte des Heftes hinaus fortführen:

Die Schülerinnen und Schüler sollen
  • Elemente eines umfassenden Friedensbegriffs kennen und an Beispielen das Zusammenwirken von ökonomischen, sozialen und ökologischen Entwicklungen mit sicherheitspolitischen Aspekten erörtern,
  • aktuelle Bedrohungen unter anderem durch internationalen Terrorismus, die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen und den Zerfall staatlicher Ordnung an Beispielen überprüfen und beurteilen,
  • sich genauer mit einzelnen terroristischen Akten befassen,
  • erkennen, dass für die gegenwärtige Friedens- und Sicherheitspolitik bei der fortgeschrittenen Globalisierung ein System globaler kooperativer Sicherheit erforderlich ist und weiterentwickelt werden muss,
  • die Entstehung und Entwicklung der wichtigsten Bündnissysteme (UN, NATO, EU) kennen und möglichst einige Reformvorschläge zur Weiterentwicklung abwägen,
  • Aufgaben und verschiedene Arten aktueller Auslandseinsätze der Bundeswehr kennen und deren friedenssichernde Rolle beurteilen,
  • über das Verhältnis humanitärer/ziviler und militärischer Friedenssicherung und – unter anderem am Beispiel von CIMIC – über das Zusammenwirken dieser Komponenten nachdenken,
  • aktuelle Argumente für und gegen die Wehrpflicht und eine Berufsarmee kennen und abwägen,
  • die verfassungsrechtlichen Grundlagen der Kriegsdienstverweigerung kennen und die Bedeutung des Zivildienstes für die Gesellschaft beurteilen sowie
  • Toleranz, Konfliktfähigkeit und interkulturelle Kompetenz sowohl im eigenen Umfeld als auch bei der Analyse internationaler Konflikte weiter ausbauen.