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Frieden & Sicherheit-Bündnisse und Organisationen

Bündnisse und Organisationen

Mann mit Aufklärungsdrohne der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa

Vernetzung gilt als Antwort auf die zunehmende Komplexität von Risiken und Bedrohungen in einer Welt, in der Menschen miteinander interagieren sowie Güter und Informationen über politische, geografische und kulturelle Grenzen hinweg ausgetauscht werden. In den Vereinten Nationen (VN) wird die Planung von VN-Friedensoperationen so verstanden, dass alle zivilen und militärischen Elemente des VN-Systems aufeinander abgestimmt zusammenwirken sollen. Dieses Prinzip gilt auch für die Sicherheitspolitik Deutschlands. Sie hat zum Ziel, Bedrohungen dort zu bekämpfen, wo sie entstehen. Grundlage hierfür ist das Konzept der vernetzten Sicherheit. Militärische und zivile Mittel sollen Hand in Hand für Frieden und Stabilität sorgen.

Der europäische Hauptsitz der Vereinten Nationen in Genf.

Im Jahr 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verkündet. Sie ist seitdem die politische Richtschnur der Vereinten Nationen (VN). In der Überzeugung, Weltkriege wie im 20. Jahrhundert verhindern zu wollen, verpflichteten sich die Mitgliedstaaten in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen, auf die allgemeine Achtung und Einhaltung der Menschenrechte und Grundfreiheiten hinzuwirken. Dennoch hat die Welt seither unzählige Kriege und gescheiterte VN-Interventionen erlebt. Am Ziel und der Vision, eine friedliche Weltordnung zu etablieren, arbeitet die Völkergemeinschaft dennoch weiter.

Das Hauptquartier der Nordatlantischen Allianz in Brüssel.

Die aktuellen Konflikte in der Ukraine – in Verbindung mit Russland - sowie die Erweiterungen der NATO um neue Mitgliedstaaten, insbesondere in Osteuropa, haben zu einer Umsteuerung der sicherheits- und verteidigungspolitischen Ausrichtung der Allianz geführt. Deshalb beschlossen die Regierungschefs auf dem NATO-Gipfel im Jahr 2014 ihre Reaktionsfähigkeit zu verstärken sowie den Schutz ihrer Mitglieder zu verbessern.

Ein Mitglied der europäischen Beobachtermission beobachtet die Grenze zwischen Georgien und Russland

Die Europäische Union umfasst aktuell 28 Mitgliedstaaten, die in wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Bereichen eng zusammenarbeiten. Sicherheits- und verteidigungspolitische Aufgaben und Maßnahmen werden jedoch immer noch maßgeblich von den Regierungen der Mitgliedstaaten entwickelt und getroffen. Doch die Herausforderungen, denen sich die Länder der Union stellen müssen, erfordern eine engere Abstimmung und Koordination. Insbesondere in den Bereichen der Asyl- und Flüchtlingspolitik zeigt sich die Notwendigkeit einer stärkeren Zusammenarbeit.

Freiwillige Mitarbeiter des Roten Kreuzes versorgen Flüchtlinge im Kosovo

Neben staatlichen Institutionen, der Wirtschaft und der Familie umfasst der Begriff Zivilgesellschaft das vielfältige bürgerschaftliche Engagement. Die am Gemeinwohl orientierten Nichtregierungsorganisationen (Englisch: Non-Governmental Organization, kurz: NGO) sind vorwiegend in den Bereichen humanitäre Hilfe, Menschenrechte, Umwelt und Entwicklungspolitik engagiert. Mit der zunehmenden Vernetzung aller Lebensbereiche haben sich zivilgesellschaftliche Akteure wie Initiativen, Vereine und Verbände auch grenzüberschreitend organisiert. 

Indische Dorfbewohner machen mit leeren Tellern auf die Lebensumstrände der hungernden Bevölkerung Indiens aufmerksam.

Die Bekämpfung von Armut und Hunger sind wichtige Ziele, die sich die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen gesetzt haben. Ihre Maßnahmen werden durch  internationale Programme unterstützt, deren Umsetzung jedoch auf vielfältige Probleme und Herausforderungen stößt, die sowohl in den Geber- als auch in den Empfängerländern sowie in der internationalen Koordination und Zusammenarbeit zu finden sind.

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