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Frieden & Sicherheit-Zusatzmaterial: Sicherheit in Europa

Zusatzmaterial: Sicherheit in Europa

Zusatzmaterial zum Schülermagazin (Seiten 18/19)

EU erhält den Friedensnobelpreis 2012

Karikatur Calleri Friedensnobelpreis Karikatur: Paolo Calleri

Für eine Renaissance der OSZE

Nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes waren die Erwartungen an die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) scheinbar grenzenlos. […] Bekanntermaßen ist es anders gekommen. […] Die meisten – wenn nicht alle – mittel- und osteuropäischen Staaten sahen ihre militärische und ökonomische Sicherheit nicht in der OSZE, sondern in der NATO und der EU gewahrt. […] Faktisch kämpft die OSZE seit mehr als zehn Jahren gegen den eigenen Bedeutungsverlust. Für die abnehmende Relevanz der Organisation gibt es verschiedene Gründe: Die Konkurrenz durch andere Akteure, die resultierende Prioritätensetzung der Staaten zu Gunsten von NATO und EU, die Lähmung der Organisation durch die Ost- West-Spaltung sowie ein unscharfes Profil und eine geringe Sichtbarkeit nach außen. […] Dann kam die Ukraine-Krise. […] Ausgerechnet Wladimir Putin hat die Organisation wachgeküsst und zum wichtigsten multilateralen Akteur im eskalierenden Konflikt auf der Krim und in der Ostukraine werden lassen. […] Auch nach vier Jahrzehnten bleibt die OSZE die einzige Organisation, die die nordamerikanischen Demokratien, die Staaten der EU und ihre östlichen Nachbarn bis nach Zentralasien miteinander verbindet. […] Konfliktprävention und „Gute Dienste“ in einem frühen Konfliktstadium sowie post-conflict peace building sind die Stärken der Organisation.

 

Quelle: Rolf Mützenich: „Für eine Renaissance der OSZE“, in: Internationale Politik und Gesellschaft, 17.11.2014, www.ipg-journal.de

 

Arbeitsaufträge:

Einzelarbeit:
2012 wurde der EU der Friedensnobelpreis verliehen. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit dem seit sechs Jahrzehnten anhaltenden Frieden in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Angesichts des Ausbaus handlungsfähiger Streitkräfte und der EU-Flüchtlingspolitik wird diese Entscheidung jedoch kontrovers beurteilt. Beschreiben Sie die Karikatur in M6 und schreiben Sie einen abwägenden Kommentar (ca. eine Seite) über die Nobelpreisverleihung an die EU, der die in den Texten des Schülerhefts genannten Fakten aufgreift und gedanklich verarbeitet.

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